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letzter Beitrag von Ninjahase am

Erste Hilfe

  • Mir noch ein Thema eingefallen, was wir noch nicht hatten: Erste Hilfe


    Seit ihr schon mal in die Situation gekommen Erste Hilfe (muss ja nicht nur beim Autofahren gewesen sein) leisten zu müssen und wenn ja wie seit ihr mit der Situation umgegangen und wie war das für Euch? Und vor allem fühlt ihr euch fit dazu?


    Meine Schulung für den FS war Anfang 2013, aber nur ein Blitzkurs und ich wüsste ehrlich gesagt nicht, ob ich im Notfall wirklich noch in der Lage wäre entsprechend zu helfen. Kommt wahrscheinlich auf den Fall an. Aber wirklich fit bin ich natürlich nicht.
    Rettungskette ist klar, bei Kreislaufproblemen Beine nach oben (ne?), Defi würd ich mir zutrauen (Gerät leitet einen ja an) und vllt noch die Herzdruckmassage (wenn das das mit dem Brustkorbpressen ist). Aber ich bin zumindest jemand der da die nötige Ruhe bewart und nicht so jemand der den Verstand abschaltet und hysterisch wird. Hab aber auch schon etwas Erfahrungen mit Stresssituationen, weil bei meinen 3xim Jahr anstehenden Nebenjob als Höhenunterschiedbewältigungsfachangestellter meistens irgendjemand versehentlich den Feuerarlarm ausgelöst hat


    Aber zum Glück brauchte ich mich bis jetzt noch nicht beweisen. Ich habe einmal auf einen großen Weihnachtsmarkt in Dortmund, wo ich mit Leuten aus meiner Seminargruppe Glühwein trinken war, versucht Rettungskräfte ausfindig zu machen, weil am anderen Ende des Tisches einer umgekippt war und im ersten Moment mehr Tod als lebendig aussah. Nach einer halben Minute bin ich auf die Idee gekommen weil es irgendwie ein blödes Gefühl war wie die anderen nur betroffen um die Ersthelfer herumzustehen und zu hoffen das alles gut ausgeht. Ich hab leider nur Polizisten getroffen, die zwar mitgenommen sind, aber sich nicht dazu durchringen konnten, etwas Gas zu geben, aber am Ende war alles nur halb so schlimm wie es am Anfang aussah.

  • Ich musste mal erste Hilfe leisten, weil hinter uns jemand mit einem PKW in ein mit 2 Leuten besetztes stehendes Motorrad gefahren ist.
    Beruflich bedingt muss ich alle 2 Jahre einen 8-Stunden Erste-Hilfe-Kurs machen, sodass ich einigermaßen weiß, was wann zu tun ist. Von äußerlichen Verletzungen her gab's bei dem Unfall nur Knochenbrüche und ein paar kleinere blutende Wunden.
    Ich weiß natürlich nicht, was gewesen wäre, wenn dort jemand stark verletzt, stark blutend und bewusstlos gelegen hätte. Solch einen Fall hatte ich Gott sei Dank noch nicht.
    Habe größten Respekt vor allen Rettungskräften und Ersthelfern.

  • Fangen wir mal mit der grauen Theorie an.
    Für meine Führerscheine habe ich keinen Erste-Hilfe-Kurs gebraucht, damals wäre jedoch für den Pkw der "kleine" bzw. normale EHK und für Lkw bzw Bus der "große" EHK angesagt gewesen. Welche Inhalte nun der große beinhaltet die im kleinen nicht erlernt werden kann ich nicht beurteilen.
    Ich brauchte schlicht daher keinen, da ich mit 16 Jahren meine Ausbildung bei der Bahn begonnen hatte und die DB damals noch so eingestellt war, das sie ihrem Personal wegen des erhöhten Risikos in eine solche Situation zu kommen (Arbeiten im Gleisbereich, übervolle Bahnsteige an den Wochenenden usw.) einen EHK spendierte, der noch weit über das Maß des großen für den Lkw-Schein hinausging. Üblich waren drei, in meinem Ausbildungsjahrgang fünf volle Tage á 8 Stunden, also 40 Stunden.
    Das Ganze ist jetzt inzwischen etwa 29 Jahre her, trotzdem würde ich mir im Fall der Fälle durchaus zutrauen Erste-Hilfe zu leisten. Das mag eventuell damit zusammenhängen, das ich die bei mir selbst regelmäßig anstehenden Verbandwechsel teilweise selber durchführe, da lernt man auch noch so einiges.
    Selbstverständlich bin auch ich nicht in der Lage, eine frische, große verunreinigte Wunde fachgerecht zu reinigen und zu verbinden, mit den Mitteln eines Pkw-Verbandskastens schon gleich zweimal nicht. Aber darauf kommt es ja auch gar nicht an. Das wichtigste für die verletzte Person ist eher, das man etwaige Blutungen z.B. durch einen Druckverband stillt, einen Notruf absetzt bzw. absetzten lässt und ansonsten einfach da ist und sich eher insofern um die verletzte Person kümmert, das man ihr das Gesicht zuwendet, ihr zuhört bzw. mit ihr spricht und ihr das Gefühl gibt: "Du bist nicht allein!"
    Das haben mir auch schon einige Rettungssanis und auch Ärzte und Krankenschwestern immer wieder gesagt.


    In der konkreten Situation war ich trotz meines "hohen" Alters und der ganzen Kilometer die auch ich schon runter habe, erstaunlicherweise erst drei mal, davon nur einmal beim Autofahren.
    Wobei beim ersten Mal sehr schnell klar war, das nichts mehr zu machen ist. Noch während der Ausbildung, auf dem Weg vom Ausbildungszentrum zur Kantine bog etwa 15 Meter vor uns ein Arbeiter mit Leiter vom Bahnsteig auf den Dienstüberweg ab. Wir riefen ihm noch zu: "Leiter runter!", doch es war zu spät. Es gab einen Lichtbogen und 15.000 Volt suchten sich ihren Weg... Puls und Atmung waren nicht mehr feststellbar, mein Kollege begann zwar noch mit Herzdruckmassage, es war jedoch nichts mehr zu machen, was uns ein zufällig als Fahrgast anwesender Arzt der mit zur Unfallstelle geeilt war auch kurz darauf bestätigte. Uns drei Azubis wurde angeboten uns vom Nachmittagsunterricht freizustellen und stattdessen den Bahnpsychologen aufzusuchen, wir lehnten jedoch alle ab.
    Die zweite Situation war eine stark blutende Risswunde am rechten Unterarm durch eine abgerutschte Holzkiste. Diese versorgte ich notdürftig mit einem Druckverband um die Blutung zu stillen, rief den Rettungsdienst und kümmerte mich bis zu seinem Eintreffen um die Kollegin.
    Die dritte Situation hatte mit klassischer Erster Hilfe eigentlich noch nicht mal etwas zu tun. Während meiner Taxifahrerzeit bekam ein Fahrgast der zum Glück neben mir und nicht hinten saß einen Krampfanfall. Dadurch, dass er neben mir saß, konnte ich anhalten und ihn so packen, das er nicht mehr um sich schlug. Wir änderten daraufhin das Fahrtziel und fuhren das nächste Krankenhaus an. Wie mir der Fahrgast unterwegs noch erzählte war er Epileptiker aber eigentlich seit Jahren anfallsfrei. Hier hatte ich den Vorteil, das im Bekanntenkreis meiner Frau und mir auch zwei Epileptiker waren, dies also nicht der erste Krampfanfall war den ich mitbekam.

    Die größte Gefahr im Straßenverkehr sind Autos,

    die schneller fahren, als ihr Fahrer denken kann.

    Robert Lembke

  • Mir noch ein Thema eingefallen, was wir noch nicht hatten: Erste Hilfe


    Seit ihr schon mal in die Situation gekommen Erste Hilfe (muss ja nicht nur beim Autofahren gewesen sein) leisten zu müssen und wenn ja wie seit ihr mit der Situation umgegangen und wie war das für Euch? Und vor allem fühlt ihr euch fit dazu?

    Moin,


    ist mir bisher zwei mal in meinem Leben passiert das ich erste Hilfe leisten muste.
    Gemacht hab ich damals nur den Pflichtkurs fürn PKW. Das meiste davon würde ich sicherlich noch hinbekommen. Ob ich die Herzdruckmassage jetzt noch mit der perfekten Kraft hinbekomme ist fraglich, aber mir hat man damals erzählt das ich eher eine Idee zuviel Kraft nehmen soll den zuwenig. Verband und sowas bekomm ich problemlos hin. Vielleicht aus Ärztlicher Sicht nicht absolut perfekt, aber solange es die Blutung still und man die Zeit bis zum Notarzt / RTW überbrückt reicht es.


    Weit häufiger braucht man dagegen eine Wolldecke und Zuspruch für das Unfallopfer. Händchen halten, zuhören, schonmal das wichtigste für die RTW erfragen dabei wie alter, bekannte Krankheiten, Name, Puls nehmen, Atmung beobachten,....



    Einmal Auffahrunfall im Gegenverkehr. Ein PKW auf ein anderen mit Anhänger draufgefahren.
    Praktisch den Audi A8 quer auf die Landstraße gestellt ( Rückstau war eh schon vorhanden ), Notruf abgesetzt, Rettungsweste, Eigensicherung und halt hin. Praktisch ein paar Pflaster und gut zureden den Leuten das die im vorderen Auto besser sitzen bleiben. Gefahr von Rückenverletzungen ectr... Die im hinteren Auto konnten sich soweit selbst helfen.
    Die hupenden Autofahrer in der Schlange die ja ernsthaft mal 30min warten müssen und sich nicht mehr im 5 cm Abstand an den Unfallbeteiligten vorbeidrängeln können irgnoriert man nach kurzer Zeit.


    Zweite mal war ein Probefahrt Unfall von einem Stockcar Verein wo ich eingeladen war als Begleitung eines Freundes. Zwei der Idioten mal kurz in Waldweg was ausprobieren. Angeschnallt war keiner, Helm ist ja was für Warmduscher.... Belehrungen halfen nicht und weg waren die beiden.
    Zurück kamen sie erst deutlich später. Der eine mit ner 10 cm Platzwunde am Kopf ( Gegen Käfig geflogen ) , der andere mit einem Trümmerbruch am Fußgelenk ( Feuerlöscher aus der Haltung rausgerissen ). Deswegen nie Halterungen am Sitz oder Sitzgestell anbringen für Feuerlöscher. Tötliche Gefahr wenn sich der Müll beim Unfall selbstständig macht. Dem einen Verband um Kopf, beide ins Auto geladen und ab ins Krankenhaus gefahren. War damals schneller als RTW für die zwei rufen da der ne Anfahrt von 15 km gehabt hätte und das Krankenhaus keine 7 km weit weg war.
    2-3 Stunden später beide wieder abgeholt da beide sich auf eigene Gefahr sich entlassen haben. Soweit ich das im Nachgang durch Ex-Mitglieder des Vereins mitbekommen hab war der eine für über 1 Jahr an Krücken gebunden und der andere kuriert inzwischen wohl ein gebrochenen Arm aus.


    Manche Typen lernen es halt auch durch die harte Tour nicht.

  • Ganz ehrlich? Noch nie.

    Bei dem einen Unfall, wo ich als erster ankam, war niemand verletzt und auch beim Klettern ist nie etwas ernsthaftes passiert. Glück gehabt, oder auch nicht. Denn ich weiß gefühlt garnichts mehr davon. Klar hab ich einen Verbandskasten im Auto, aber ich weiß nicht für was ich jeden der gefühlt 50 verschiedenen Verbände usw. einsetzen muss :/

    Herzdruckmassage und stabile Seitenlage sollte noch klappen, aber ganz ehrlich: wenn man es nie braucht, gerät das leider ganz schnell in Vergessenheit.

    <p>Fährst du quer, siehst du mehr! <img src="http://www.saschas-fanforum.de/wcf/images/smilies/emojione/1f609.png" class="smiley" alt=";)" height="23" srcset="http://www.saschas-fanforum.de/wcf/images/smilies/emojione/1f609@2x.png 2x"></p>

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