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letzter Beitrag von Crush4r am

Autokauf VW

  • Ich habe dir mal zwei Grafiken erstellt, die die Kosten in Relation zu den gefahrenen Kilometern darstellen:


    Blau ist der 1,2 Ottomotor mit 44 kW, rot der 1,4 TDI mit 55 kW. In der linken Grafik habe ich die Kosten pro Kilometer aus Schadstoffausstoß, Hubraumgröße, Kraftstoffsorte, realisitische Versicherungskosten pro km, Normverbrauch und aktuellem Kraftstoffpreis berechnet, in der rechten Grafik sind die Kosten pro Kilometer für beide Fahrzeuge aus einer Datenbank (autokostencheck.de) eingeflossen. Dabei muss beachtet werden, dass der Kraftstoffverbrauch und der Kraftstoffpreis hier ausschlaggebend für die starke Abweichung von der linken Grafik sind. Dennoch wird deutlich, dass der Dieselmotor um einiges wirtschaftlicher als der Ottomotor ist. Du sparst bei einer Kilometerleistung von 15.000 km im Jahr durch den Diesel ca. 540 € ein. Der Dieselmotor macht den Wagen im Vergleich zum Benziner ca. 1000€ teurer in der Anschaffung, aber wenn du den Wagen bei genannter Kilometerleistung mehr als drei Jahre fährst, rechnet sich der Diesel, auch wenn der Kraftstoffverbrauch auf dem gleichen Niveau wie der eines doppelt so starken 2.0 TDI (und damit für einen so kleinen Motor VIEL zu hoch) liegt.


    Ich bin den Wagen mit der 1,4-TDI-Motorisierung gefahren, die Motorkultur erinnert mich stark an einen alten IHC, dafür aber ist der Motor für ein Fahrzeug dieser Größe überraschend kräftig und durchzugstark, das liegt vor allem an dem 20 % größeren Hub im Verhältnis zur Zylinderbohrung.


    [xattach=1158,'left']Theoretische Kosten pro km[/xattach][xattach=1159,'right']Tatsächliche Kosten pro km[/xattach]

  • @jmh


    Wow, vielen Dank für deine Mühe. Aber ein Diesel kommt für mich leider nicht in Frage, da ich hauptsächlich Stadtverkehr fahren werde. Außerdem wäre ich derzeit vorsichtig mit VW- Dieselmotoren. Demnächst soll ja auch die "blaue Plakette" eingeführt werden. Da bin ich mir unsicher, ob ein Diesel die bekommen würde.

    Zitat

    Wenn man sein Auto heiraten könnte, würde ich es tun, bis dass der TÜV uns scheidet!

    - Ich

  • Ich habe dir mal zwei Grafiken erstellt, die die Kosten in Relation zu den gefahrenen Kilometern darstellen:


    Blau ist der 1,2 Ottomotor mit 44 kW, rot der 1,4 TDI mit 55 kW. In der linken Grafik habe ich die Kosten pro Kilometer aus Schadstoffausstoß, Hubraumgröße, Kraftstoffsorte, realisitische Versicherungskosten pro km, Normverbrauch und aktuellem Kraftstoffpreis berechnet, in der rechten Grafik sind die Kosten pro Kilometer für beide Fahrzeuge aus einer Datenbank (autokostencheck.de) eingeflossen. Dabei muss beachtet werden, dass der Kraftstoffverbrauch und der Kraftstoffpreis hier ausschlaggebend für die starke Abweichung von der linken Grafik sind. Dennoch wird deutlich, dass der Dieselmotor um einiges wirtschaftlicher als der Ottomotor ist. Du sparst bei einer Kilometerleistung von 15.000 km im Jahr durch den Diesel ca. 540 € ein. Der Dieselmotor macht den Wagen im Vergleich zum Benziner ca. 1000€ teurer in der Anschaffung, aber wenn du den Wagen bei genannter Kilometerleistung mehr als drei Jahre fährst, rechnet sich der Diesel, auch wenn der Kraftstoffverbrauch auf dem gleichen Niveau wie der eines doppelt so starken 2.0 TDI (und damit für einen so kleinen Motor VIEL zu hoch) liegt.


    Ich bin den Wagen mit der 1,4-TDI-Motorisierung gefahren, die Motorkultur erinnert mich stark an einen alten IHC, dafür aber ist der Motor für ein Fahrzeug dieser Größe überraschend kräftig und durchzugstark, das liegt vor allem an dem 20 % größeren Hub im Verhältnis zur Zylinderbohrung.

    Ein 1.4 TDI mit einem 1,2 Otto zu vergleichen ist auch nicht ganz fair. Der 1,2 mit 44kW ist eine Motorgeneration hinter dem 1,4TDi der kam erst 2014. Soweit ich weiß ist der 1,2er mit 44kW noch aus 2009, also 5 Jahre älter. Das dürfte im Verbruach bestimmt 10-20% unterschied machen.

    Heckantrieb ist für die Straße, Allrad fürs Gelände, und Frontantrieb eine Notlösung.

  • Ein 1.4 TDI mit einem 1,2 Otto zu vergleichen ist auch nicht ganz fair. Der 1,2 mit 44kW ist eine Motorgeneration hinter dem 1,4TDi der kam erst 2014. Soweit ich weiß ist der 1,2er mit 44kW noch aus 2009, also 5 Jahre älter. Das dürfte im Verbruach bestimmt 10-20% unterschied machen.

    Es ist durchaus fair, da der Dieselmotor im Prinzip in den letzten 20 Jahren ohne nennenswerte große technische Neuerungen geblieben ist. Commonraileinspritzung ist noch immer Stand der Technik. Zwar hat Volkwagen lange auf Pumpedüseeinspritzung gesetzt, aber der erste in Serie produzierte "moderne" Pkw-Dieselmotor, der Fiat 1,9 JTD aus 1997 ist ein Commonrailaggregat. Dieser Motor mit seinen 86 kW hat ca. 4,3 Liter gebraucht, wenn man den zügig gefahren ist, bei sparsamer Fahrweise auch weniger als 4 Liter. Wenn es die große technische Entwicklung auf dem Gebiet der Dieselmotoren gegeben hätte, dann dürfte der Kraftstoffverbrauch eines modernen 2,0-Liter-Commonrailmotors nicht über 4 Litern liegen - ich kann aus Erfahrung sagen, dass der Verbrauch weiterhin auf dem Niveau eines 20 Jahre alten Motors liegt. Die technische Entwicklung hat vor allem ein verbessertes Abgasverhalten gebracht, durch Abgasrückführung, SCR-Oxydationskatalysatoren, AdBlue und Rußpartikelfilter.

  • Es ist durchaus fair, da der Dieselmotor im Prinzip in den letzten 20 Jahren ohne nennenswerte große technische Neuerungen geblieben ist. Commonraileinspritzung ist noch immer Stand der Technik. Zwar hat Volkwagen lange auf Pumpedüseeinspritzung gesetzt, aber der erste in Serie produzierte "moderne" Pkw-Dieselmotor, der Fiat 1,9 JTD aus 1997 ist ein Commonrailaggregat. Dieser Motor mit seinen 86 kW hat ca. 4,3 Liter gebraucht, wenn man den zügig gefahren ist, bei sparsamer Fahrweise auch weniger als 4 Liter. Wenn es die große technische Entwicklung auf dem Gebiet der Dieselmotoren gegeben hätte, dann dürfte der Kraftstoffverbrauch eines modernen 2,0-Liter-Commonrailmotors nicht über 4 Litern liegen - ich kann aus Erfahrung sagen, dass der Verbrauch weiterhin auf dem Niveau eines 20 Jahre alten Motors liegt. Die technische Entwicklung hat vor allem ein verbessertes Abgasverhalten gebracht, durch Abgasrückführung, SCR-Oxydationskatalysatoren, AdBlue und Rußpartikelfilter.

    Von der technischen Seite gebe ich dir recht. Trotzdem werden Motoren immer sparsamer und besser. Wenn man einfach mal die angegebenen Verbräuche uns ansehen: Der 1,4 TDI (55kW) hat 3,4l im Mix. Der 1,2 TDI(55kW), der aus 2010 ist und deswegen gut vergleichbar mit dem 1,2er Otto, hat schon 3,8l im Mix. Das sind immerhin 11%. Weitere Veränderungen sind: 20nm mehr bei 500 Umdrehungen früher. Die Leistung liegt auch früher an und die Höchstgeschwindigkeit stieg leicht an. Also es verändert sich schon was.

    Heckantrieb ist für die Straße, Allrad fürs Gelände, und Frontantrieb eine Notlösung.

  • Das sind aber nur Feinschliffänderungen. Einziger nennenswerter Unterschied zwischen 1,2- und 1,4-TDI ist die Kurbelwelle; (Bohrung ist nämlich bei beiden Aggregaten identisch.) Und wenn du dir die Drehmomentkurve mal genau ansiehst, wirst du auch den Trick bemerken, den VW da benutzt hat. Der 1,2 TDI wurde meines Erachtens nämlich vor allem zur Schonung des Steuerbeitrages angeboten, da weniger Hubraum eine günstigere Kfz-Steuer bedeutet. Jetzt gibt es nur noch den 1,4-Liter-TDI. Und da liegt auch schon der Trick: Mehr Hubraum ist eigentlich immer gleichbedeutend mit größerem Drehmoment im unteren Drehzahlbereich, dadurch sinkt natürlich auch die Nenndrehfrequenz des Motors ab: P/(M*2π)=n. Heißt also im Umkehrschluss, dass man dadurch, dass das Drehmoment dank des größeren Hubraums früher anliegt, weniger Gas geben muss, um nicht stehenzubleiben. Weniger Gasgeben = weniger Kraftstoffverbrauch. Und das trotz des größeren Hubraums. Ich würde also weniger eine neue Motorengeneration als ein neues Marketingkonzept darin sehen.


    Der 1,2 TDI hat bei Nenndrehzahl ein Drehmoment von 125 N m anliegen, seine Nennleistung beträgt 55.000 W. Der Motor muss also bis 4200 min-1 gedreht werden, um seine 55 kW zu leisten.


    Der 1,4 TDI hat bei Nenndrehzahl ein Drehmoment von 175 N m anliegen, seine Nennleistung beträgt ebenfalls 55.000 W. Folglich ist seine Nenndrehzahl schon bei 3000 min-1 erreicht. Was mich an dieser Stelle wundert ist, dass nicht bei 3000 min-1 ein Begrenzer in das Steuergerät einprogrammiert wurde, da eine höhere Drehzahl nur den Kraftstoffverbrauch, nicht aber die Leistung steigert; das Drehmoment sinkt bei 3750 min-1 nämlich auf 140 N m ab - die Leistung ist also gleichbleibend. Da hätte man besser einen sechsten Gang in das Getriebe einbauen sollen.


    Das ist auch der Grund dafür, dass der Hubraum und dadurch auch das Drehmoment bei leistungsstarken und vor allem sparsamen Motoren (z.B. Lkw-Motor) sehr groß sind.

  • Klar, es ist alles richtig was du sagst. Ich wollte darauf hinaus das sich Motoren trotzdem weiter Verbessern. So wie du es am Anfang sagtest, klang es als hätte sich bei Diesel Motoren in den letzten 20 Jahren nichts nennenswertes getan. Ich wollte drauf hinau, dass ich das falsch finde. Es wird an Kleinigkeiten gefeilt die auch eine Wirkung haben. Sonst würden die Hersteller nicht weiter Motoren entwickeln. Mercedes-Benz verwendet seit 1998 die CDI Technik und die Motoren sind trotzdem immer Sparsamer und Stärker geworden. Und das obwohl die Euronorm ansteig, was den Verbrauch erhöht.

    Heckantrieb ist für die Straße, Allrad fürs Gelände, und Frontantrieb eine Notlösung.

  • Ich kann mir vorstellen, dass die blaue Umweltplakette vor allem an den Stickstoffdioxidausstoß gebunden sein wird, Stickstoffdioxid entsteht vor allem bei einer heißen und effizienten Verbrennung. Das heißt, dass direkteinspritzende Verbrennungsmotoren, egal ob Diesel oder Otto, diese Plakette nicht ohne AdBlueabgasreinigung erhalten werden können.

  • So, zum Schluss ein kleines Update:


    Ich war heute in der Werkstatt und mein Freund konnte hatte nichts gegen dieses Fahrzeug einzuwenden. Ein 3 Zylinder soll sich zwar etwas komisch fahren, aber man soll sich dran gewöhnen können. Wichtig ist nur, dass die Polos 1.2 früher Steuerketten hatten, die leicht kaputtgingen, was einen Motorschaden zur Folge hatte. VW hat dieses Problem aber erkannt und baut seit 2013/14 bessere Steuerketten ein. Da mein gefundener Polo Baujahr Aug. 2014 ist, wird dieses Problem hier nicht auftreten. Ansonsten soll ich nach einem 1.4 ausschau halten, da hier die fehlerhafte Steuerkette nicht eingebaut wurde.


    Mein Vater hat mir inzwischen angeboten auch ein weiter entferntes Autohaus mit mir anzusteuern, falls ich dort via Internet ein besseres Angebot finde. In der nächsten Zeit wird sich also was tun.

    Zitat

    Wenn man sein Auto heiraten könnte, würde ich es tun, bis dass der TÜV uns scheidet!

    - Ich

  • So, zum Schluss ein kleines Update:


    Ich war heute in der Werkstatt und mein Freund konnte hatte nichts gegen dieses Fahrzeug einzuwenden. Ein 3 Zylinder soll sich zwar etwas komisch fahren, aber man soll sich dran gewöhnen können. Wichtig ist nur, dass die Polos 1.2 früher Steuerketten hatten, die leicht kaputtgingen, was einen Motorschaden zur Folge hatte. VW hat dieses Problem aber erkannt und baut seit 2013/14 bessere Steuerketten ein. Da mein gefundener Polo Baujahr Aug. 2014 ist, wird dieses Problem hier nicht auftreten. Ansonsten soll ich nach einem 1.4 ausschau halten, da hier die fehlerhafte Steuerkette nicht eingebaut wurde.


    Mein Vater hat mir inzwischen angeboten auch ein weiter entferntes Autohaus mit mir anzusteuern, falls ich dort via Internet ein besseres Angebot finde. In der nächsten Zeit wird sich also was tun.

    Okay dann viel Glück weiterhin beim Autokauf ;) Ich denke man gewöhnt sich an vieles. Ich dachte auch ich könnte mich nie an einen Diesel gewöhnen, aber das ging auch :D


    Aber hat der 1.4er nicht einen Zahnriemen?

    Heckantrieb ist für die Straße, Allrad fürs Gelände, und Frontantrieb eine Notlösung.

  • ist zwar wohl schon durch das thema hier, aber mein nachbar verkauft gerade nen top gepflegten Nissan 350Z 3,5L und 280 PS, gott könnte ich kotzen das ich das geld nicht habe.


    aber ich kenne wen der fährt nen Polo Bj 2003 k.a welche kennung. und hm die 1.2er 3 zylinder sind laut seiner und auch vieler anderer der letzte müll, warum sollte man sich nen untermotorisiertes auto kaufen, mit wenig hubraum und einem fehlenden zylinder, wenn der mehr verbraucht im schnitt als mein 2l mazda 6 O.o


    k.a aber ich halte von vw schon lange nix mehr, die bauen sich nen müll zusammen. im endeffekt haben deutsche autos nix mehr mit qualität zu tun, ausstattungstechnisch ist zwar audi schon sehr geil. aber die scheinen ja auch zu verarschen so zwecks dieselgate.


    da bleibe ich lieber bei fernost. die mogeln wenn nur minimal.

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